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Vorderladerschießen - Tipps & Tricks
Perkussionsgewehr
Zum Perkussionsgewehrschießen dürfen
Originale oder Nachbauten von Vorderladergewehren, bei denen die
Zündung des Pulvers durch Schlag des Hahnes auf ein Zündhütchen
erfolgt, verwendet werden.
Die Visierung muß ebenso wie weitere Anbauten (z.B.
Handstütze) dem Original entsprechen.
Innerhalb von 30 Minuten müssen die Probeschüsse und 15 Wertungsschüsse
abgegeben werden.
Bei jedem Schuß muß zuerst das Pulver von vorne (oben) in den
Gewehrlauf gefüllt werden, dann ein Verdämmungsmittel und als letztes
die Kugel.
- Wird versehentlich das Pulver vergessen, kann die Bleikugel mit
einem stabilen Stock, an dessen Ende sich eine scharfe Schraube
befindet wie ein Korken aus dem Lauf gezogen werden.
- eine weitere Möglichkeit ist, das Piston (auf dem das Zündhütchen
sitzt) herauszuschrauben, feines Pulver durch diese Öffnung von
hinten einzufüllen und dann die Kugel herauszuschießen. In
Meisterschaften wird dies jedoch als abgegebener Schuß gewertet, auch
wenn die Ladung gerade ausreicht, die Kugel aus dem Lauf zu schießen.
- Um das Vergessen des Pulvers von vorne herein auszuschließen,
empfiehlt es sich, alle benötigten Schüsse separat derart vorzubereiten,
daß z.B. auf einem Brett jeweils das Pulver vor der dazugehörigen
Kugel angeordnet ist. So erkennt man auf den ersten Blick, wie der
momentane Ladezustand ist.
- Bei den meisten Perkussionsgewehren mit flachen Zügen reichen
schon ca. 25 Grain 2P-Pulver mit ca. 2 cm langen Maxiball-Kugeln
aus. Bei diesen geringen Pulvermengen können kleine Abweichungen
in der Pulvermenge bereits mehrere Zentimeter Abweichung auf der Scheibe
zur Folge haben. Damit kein Pulver im verschmutzen Lauf hängenbleibt,
empfiehlt es sich einen Trichter zu verwenden, der der Lauflänge
entspricht.
Steinschloßgewehr
Beim Steinschloßgewehr schlägt der Hahn einen Feuerstein gegen das
Schloß, der Funke springt in das feine Pulver auf der Pfanne, entzündet
dies und über dieses das Pulver im Lauf.
- Von Zeit zu Zeit kann es passieren, daß kein oder nur ein schwacher
Funke entsteht, da der Feuerstein fettig geworden ist. In diesem Fall
kann der Feuerstein mit einem mit Aceton angefeuchteten Lappen gereinigt
werden.
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